Sehr häufig lässt sich feststellen, dass offenbar Verwirrung über die richtige Rechtschreibung von Kaffee herrscht (wie in diesem Beispiel zu sehen).
Grundsätzlich wird das beliebte Heißgetränk im Deutschen mit Doppel-f und Doppel-e geschrieben, also Kaffee. Der Ort hingegen (früher sagte man dazu mal “Kaffeehaus”) wird Café geschrieben.
Passend zum Jahreswechsel habe ich mir den Duden-Kalender 2009 “Auf gut Deutsch” zugelegt, der jeden Tag anhand eines kleinen Beispiels ein sprachliches Phänomen erklärt. Heute ging es (das überrascht euch jetzt sicherlich) um die Schreibweise von Kaffee.
Neben der oben genannten Grundregel bemerkt der Duden-Kalender:
Eine Ausnahme ist nur gestattet, wenn Sie eine Kaffeespezialität aus dem französischen oder schweizerischen Sprachraum als Getränk bestellen: also z.B. einen Café au Lait oder einen Café crème. Gemein ist außerdem, dass sich der italienische Caffè Latte mit anderem Akzent und Doppel-f schreibt.
Und aufgepasst: Wenn Sie in eine Cafeteria gehen, bleibt neben der Bedienung auch der Akzent weg, denn dieses Wort kommt aus dem Amerikanischen.
Eine ebenfalls sehr innovative Schreibweise habe ich Ende letzten Jahres gefunden:

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Remolade & Kuskus



Wenn man Italienisch und Französisch zumindest in Grundzügen kennt, dann weiß man eben, dass in den anderen Sprachen Kaffee anders geschrieben wird. Das braucht keiner weiteren Erläuterung oder Erwähnung. Caffè latte zum Beispiel ist eben Milchkaffee auf Italienisch. Café au lait ist offensichtlich Französisch für Milchkaffee etc. Das hat wohl mit der Frage der deutschen Schreibweise des Wortes Kaffee nichts zu tun. Die Frage könnte vielmehr sein, warum man hier in Deutschland nicht einfach immer Milchkaffee sagt, anstatt die Synonyme in anderen Sprachen zu benutzen. Sicher sind es Spezialitäten, die aus diesen Ländern kommen, aber wer gegen die Überfremdung der deutschen Sprache ist, sollte nicht bei Anglizismen halt machen, sondern auch das unsägliche Caffè latte sein lassen. Wenn es einen Begriff im Deutschen gibt, der denselben Informationsgehalt hat wie das ausländische Wort, dann sollte man diesen auch benutzen. Alles andere ist entweder dumme Nachahmerei oder Angeberei, was wohl beides nicht lobenswert ist.
“Die Frage könnte vielmehr sein, warum man hier in Deutschland nicht einfach immer Milchkaffee sagt, …”
Also das kann doch wohl nur eine rhetorische Frage sein – weil man dem gemeinen Dumbatsch, der sein Geld blind aus dem Fenster wirft, sonst nicht mehr wie die maximal angemessenen 99 Cent pro Haferl aus der Tasche ziehen könnte. Wenn man das “auswärts” beschreibt setzt sofort das Gehirn aus und schon gehen über 5 EUR.
@Rockafella: Da bleibt mir nur zweierlei zu sagen.
Bravo & chapeau!
[...] Begründung für verschiedene Schreibweisen von Kaffee waren bereits Thema eines anderen Artikels. Daher wissen wir nun auch, dass “Kaffee” [...]
Das Bild mit der schwarzen Brühe in der Tasse belegt, daß Sie den Unterschied zwischen einem Caffè und einem Kaffee nicht richtig verstanden haben. Einen New York oder auch nur einen Hausbrandt bekommt man nicht bei Tchibo.
Es geht es nicht um Sprache, sondern um Geschmack!
Kommen Sie auf einen Espresso bei uns vorbei, dann werden Sie wissen, worin der Unterschied besteht.
[...] Da mit der Rechtschreibung des aromatischen Heißgetränks so unfasslich viel Schabernack getrieben wird hier nochmal der Verweis auf meinen Artikel zur richtigen Schreibweise von Kaffee. [...]
[...] richtig, wenn von italienischem Caffè Latte die Rede ist. Siehe hierzu auch den Artikel “Schreibweise Kaffee, Café, Caffè” von Anno [...]
Vielen Dank für den schönen Artikel!
Ergänzend dazu vielleicht ein Artikel, den ich schon vor längerer Zeit zum selben Thema geschrieben habe, wobei ich allerdings den Schwerpunkt auf die im Internet inzwischen aus SEO-spezifischen Gründen bewusst falschen Schreibweisen gelegt habe. Auch wenn es nicht üblich ist, einen Link zu sich selbst zu legen, denke ich, sollte dies hier im Rahmen des Erlaubten bleiben, da ich keinerlei Werbung mit diesem Link betreibe, sondern auf ein Thema hinweisen möchte, das inzwischen sehr seltsame Früchte trägt und sicher auch nicht zu den erfreulichen Entwicklungen zählt.
Viele Grüße,
Hans
Hallo Hans,
kein Problem. Hast Du im Gegenzuge Lust, aus Koffein-spezifischen Gründen ein paar Pfund Kaffee aus Deinem Shop für eine Verlosung auf Fehlerleser.de lockerzumachen?
Brühwarme Grüße nach Bochingen.
[...] Leser wissen natürlich, dass die richtige Schreibweise “Kaffee” heißen [...]
Herzlichen Dank für den aufklärenden Artikel. Aber irgendwas stimmt mich nachdenklich. Fehlt in dem Satz “Neben der oben genannten Grundregel bemerkt der Duden Kalender:” nicht ein Bindestrich? Es ist doch sicher ein Duden-Kalender gemeint, oder? Hierzu eine gutgemachte Seite:
http://deppenleerzeichen.de.
Nichts für ungut.
Uwe
Hallo Uwe,
vielen Dank, der Einwand ist absolut berechtigt.
Die Deppenleerzeichen.de ist eine tolle Seite. (Ein herzliches Hallo an Martin)
Der empfohlene Bindestrich wurde nun nachträglich ins Rennen geschickt.
Vielen Dank und schöne Grüße.
[...] “Weiber Kaffe” ausschenkte. Das fehlende “e” am Ende von “Kaffee” wirkt vor dem Hintergrund dieses witzigen Fehlers fast wie eine [...]
Sie beschreiben das Getränk (Kaffee) und das Kaffeehaus (Café), aber wie wird das Zusammenkommen zum Kaffee geschrieben?